Von Hervey Bay aus haben wir einen Ausflug auf die größte Sandinsel der Welt geplant: Fraser Island.
Wir haben beschlossen, uns ein eigenes 4-Wheel-Drive Auto zu mieten und auf eigene Faust die Insel zu erkunden. Das erschien uns weitaus angenehmer als in einer Gruppe in einem Bus gefahren zu werden oder uns mit 9 anderen Backpackern in ein Auto zu quetschen. Außerdem wollte Thorsten unbedingt mal durch sandiges Gelände heizen 
Unser Auto war zwar nicht das größte, aber es hatte Allradantrieb und war somit geeignet, um damit durch die sandigen Wege auf der Insel zu fahren. Wir sind auch nur einmal stecken geblieben 

Wie schon gesagt, sind die ‘Sraßen’ auf Fraser Island alle Sandwege. Im Inneren der Insel sind die Wege recht schlecht befahrbar, mit teils tiefem und trockenem Sand. Man kommt dort nur sehr langsam vorwärts. Die Ostküste allerdings ist ein einziger Sandstrand (über 100 km lang), an dem man bei Ebbe relativ gut fahren kann. Dort muss man nur auf Wasserläufe achten, die ins Meer fließen und mehr oder weniger tiefe Flussbetten hinterlassen.

Am Strand landen in bestimmten Zonen auch kleine Ausflugsflugzeuge. Man muss dort also immer erstmal gucken, ob nicht grad ein Flugzeug starten oder landen will, bevor man auf’s ‘Rollfeld’ fährt 

Die Insel ist erstaunlich grün dafür, dass sie nur aus Sand besteht. Es gibt auch einige Süßwasserseen und kleine Flüsse. Wegen dem sandigen Grund haben sie glasklares Wasser und es macht richtig Spaß, sich darin zu erfrischen.
Wir waren im Lake McKenzie und im Eli Creek baden. Im Eli Creek konnte man ca. 200m flussaufwärts waten und sich dann von der Strömung wieder zurück treiben lassen… Das Wasser war erstaunlich kalt, aber bei der Hitze richtig angenehm. 

Eine weitere “Attraktion” auf der Insel ist das Wrack der Maheno, das am Strand der Ostküste liegt.

Wir waren auf Fraser Island wie immer mit unserem Zelt unterwegs. Campen darf man dort (gegen geringe Gebühr) an vielen Gebieten direkt am Strand. Man baut sein Lager einfach irgendwo hinter den Dünen auf…
Am nächsten Morgen ging’s ganz früh los, damit wir noch vor der Flut am ‘Indian Head’ ankommen. Bei Flut ist der Strand stellenweise kaum noch befahrbar, deswegen sollte man diese Zeiten meiden, um dort zu fahren…

Den ‘Indian Head’ kann man bei einem kleinen Spaziergang erklimmen und man hat von dort aus einen wunderbaren Blick ueber die Insel und auf’s Meer. Haben von dort sogar Haie gesehen 

Noch ein Stückchen weiter im Norden sind die Champagne Pools. Das sind Felsen-Pools, die bei Flut mit Meerwasser gefuellt werden und in denen man bei Ebbe schoen baden kann. Leider war bei uns der Wasserstand noch zu hoch, sodass wir da nicht baden konnten…
Der Sand auf der Insel ist größtenteils sehr hell, aber stellenweisse gibt es roten Sand, der sich ziemlich stark von dem anderen Sand abhebt, was ziemlich cool aussieht
Hier waren wir an einem ‘Tal’ aus komplett rotem Sand.
